Entlastung für pflegende Angehörige
Sie kümmern sich um Ihre Mutter, Ihren Vater, Ihren Partner — und kommen selbst zu kurz. Wir übernehmen stundenweise, damit Sie wieder Luft haben. Ohne dass Sie die Verantwortung abgeben.
Die meiste Pflege in Deutschland leisten Angehörige
Und die meisten von ihnen tun das über Jahre, neben dem Beruf, oft ohne je danach gefragt worden zu sein. Es beginnt mit dem Wocheneinkauf, und irgendwann ist es der ganze Tag. Die Belastung wächst so langsam, dass sie kaum auffällt — bis der eigene Rücken, der eigene Schlaf oder die eigene Ehe darunter leidet.
Wer sich Hilfe holt, gibt nichts auf. Sie bleiben die Person, die entscheidet, die kennt und die da ist. Unsere Helferinnen und Helfer übernehmen die Stunden, die Sie nicht mehr allein stemmen — nicht die Beziehung.
Und das Wichtigste vorweg: Das kostet Sie in der Regel nichts extra. Die Pflegekasse hat für genau diesen Zweck Geld vorgesehen, das die meisten Familien nie abrufen.
Woran Sie merken, dass es zu viel wird
- Sie schlafen schlecht oder liegen wach und gehen Listen durch
- Eigene Arzttermine schieben Sie seit Monaten
- Freunde melden sich seltener, weil Sie ohnehin absagen
- Sie werden ungeduldig und schämen sich danach dafür
- Urlaub ist keine Option mehr, weil niemand einspringt
- Der eigene Haushalt bleibt liegen
Wenn Sie beim Lesen mehrfach genickt haben: Das ist kein persönliches Versagen, sondern der Normalfall bei häuslicher Pflege. Es ist aber ein guter Zeitpunkt, etwas zu ändern — bevor es die Entscheidung für Sie trifft.
Wie wir Sie konkret entlasten
Stundenweise Betreuung
Eine feste Helferin kommt regelmäßig für zwei, drei Stunden. Sie wissen: Dienstagvormittag gehört mir. Planbare Freiräume wirken besser als spontane Hilfe.
Zur AlltagsbegleitungAuszeit und Urlaub
Über die Verhinderungspflege können Sie tageweise oder für längere Zeiträume vertreten werden — bei Krankheit, Kur oder schlicht, weil Sie einmal wegfahren möchten.
Zur VerhinderungspflegeHaushalt abgeben
Reinigung, Wäsche, Ordnung: Oft ist es nicht die Betreuung, die erschöpft, sondern der zweite Haushalt, den Sie nebenher führen.
Zur HaushaltshilfeTermine und Wege
Arztbesuche, Behördengänge, Einkäufe — Termine, für die Sie sonst Urlaub nehmen müssten, übernimmt unser Begleitservice.
Zum BegleitserviceWenn eine Demenz im Spiel ist
Eine Demenz verändert die Belastung grundlegend. Es ist nicht mehr nur der Haushalt, es ist die ständige Aufmerksamkeit — und die Trauer darüber, dass der Mensch sich verändert, während er noch da ist. Angehörige von Menschen mit Demenz sind nachweislich am stärksten belastet und holen sich am spätesten Hilfe.
Unsere Helferinnen und Helfer sind für Betreuung und Beschäftigung da: Gespräche, gemeinsames Tun, Spaziergänge, Erinnerungsarbeit, Struktur im Tag. Sie sind geschult im Umgang mit Menschen mit Demenz und werden fachlich von einer examinierten Pflegefachkraft angeleitet.
Wichtig und ehrlich gesagt: Wir leisten dabei keine Pflege. Körperpflege, Medikamente und alles ärztlich Verordnete gehören nicht zu unserem Angebot — dafür brauchen Sie zusätzlich einen Pflegedienst. Was wir übernehmen, sind die Stunden dazwischen, in denen jemand einfach da sein muss.
Was die Pflegekasse dafür bezahlt
Ab Pflegegrad 1 stehen monatlich 131 Euro Entlastungsbetrag zur Verfügung (§ 45b SGB XI). Ab Pflegegrad 2 kommen bis zu 3.539 Euro jährlich für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege hinzu (§ 42a SGB XI) — genau das Budget für Ihre Auszeit. Für die Abrechnung darüber muss der Anbieter anerkannt sein; unsere Anerkennung nach § 45a SGB XI ist beim KSV Sachsen beantragt.
Anspruch berechnen und Finanzierung im DetailSpricht Ihre Mutter oder Ihr Vater im Alter wieder verstärkt die Muttersprache? Alltagshilfe in Ihrer Sprache
Häufig gestellte Fragen
Ich pflege selbst — bekomme ich dafür Geld von der Pflegekasse?
Sie nicht direkt, aber die pflegebedürftige Person erhält Pflegegeld, das sie an Sie weitergeben kann. Der Entlastungsbetrag hingegen ist zweckgebunden und kann nicht an pflegende Angehörige ausgezahlt werden — er ist ausschließlich für anerkannte Anbieter gedacht. Genau deshalb verfällt er in so vielen Familien ungenutzt.
Muss ich dabei sein, wenn die Helferin kommt?
Beim ersten Termin ist es gut, wenn Sie dabei sind — für das gegenseitige Kennenlernen und die Übergabe. Danach ist der Sinn ja gerade, dass Sie nicht da sein müssen. Viele Angehörige nutzen die ersten Male trotzdem, um in Ruhe im Nebenzimmer zu sitzen. Auch das ist völlig in Ordnung.
Meine Mutter will keine fremde Person im Haus. Was tun?
Das ist der häufigste Einwand, und er ist berechtigt. Wir gehen ihn so an: ein kurzer Kennenlerntermin ohne Verpflichtung, danach eine feste Person, die immer wiederkommt — keine wechselnden Gesichter. Aus der Fremden wird meist innerhalb weniger Wochen ein vertrauter Teil der Woche. Wenn es nicht passt, tauschen wir die Person, ohne dass das jemandem unangenehm sein muss.
Wir wohnen weit auseinander. Können Sie mich auf dem Laufenden halten?
Ja, und das ist für viele Angehörige der eigentliche Grund. Wenn die Tochter in Hamburg lebt und die Mutter in Dresden, ist die verlässliche Rückmeldung oft wichtiger als die Stunde selbst. Wir stimmen ab, wer informiert wird und wie — und melden uns von uns aus, wenn uns etwas auffällt.
Was ist, wenn sich der Zustand verschlechtert?
Dann sagen wir es Ihnen und benennen ehrlich, wo unsere Grenze liegt. Alltagshilfe ersetzt keinen Pflegedienst. Wenn Körperpflege oder medizinische Versorgung nötig wird, unterstützen wir Sie dabei, die richtigen Stellen zu finden — und bleiben mit unserem Teil weiter dabei, solange er hilft.
Gibt es Beratung für pflegende Angehörige?
Ja, und zwar unabhängig von uns: Jede pflegebedürftige Person hat Anspruch auf Pflegeberatung nach § 7a SGB XI durch die Pflegekasse. In Sachsen beraten außerdem die Pflegekoordinatoren der Landkreise und die Pflegestützpunkte kostenlos. Wir sagen Ihnen gern, welche Stelle für Ihren Ort zuständig ist.
Reden wir darüber
Sie müssen nicht wissen, was Sie brauchen. Sagen Sie uns, wie Ihr Alltag aussieht — den Rest sortieren wir gemeinsam. Kostenlos und unverbindlich.
Jetzt Hilfe anfragenWie können wir helfen?
Beides dauert keine zehn Minuten — und verpflichtet zu nichts.
Sie brauchen Hilfe im Alltag
Begleitung, Haushalt, Einkäufe, Gesellschaft. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten — wir sagen Ihnen, was Ihnen zusteht.
Hilfe anfragenLieber am Telefon? 0151 70233415
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